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Wimmelbild mit Waldgeist und Tieren

Die Rettung des Waldes

Eine Waldgeist-Geschichte von Lilly

 

Waldgeist

Zahlreiche großartige Geschichten wurden beim WALD trifft SCHULE-Kreativwettbewerb im Winter 2021 eingereicht. Eine Auswahl daraus veröffentlichen wir regelmäßig in unseren Newsbeiträgen.

Die Rettung des Waldes 

In dieser Zeit lebten Feen, Elfen und so manche schaurigen Gestalten auf unserer Erde. Auch der Waldgeist Fridolin mit seinem langen weißen Bart und mit seiner witzigen roten Zipfelmütze lebte in einem kleinen Baumhaus mitten im Wald. Der Waldgeist traf sich jeden Nachmittag mit seinen Freunden, Hansi dem Wildschwein, Sissi dem Eichhörnchen und Franz, dem Hirsch zum Spielen und Baden. Sie waren beste Freunde und hatten schon viele schöne und aufregende Abenteuer miteinander erlebt.
Eines Tages kamen die Menschen in den geliebten Wald der Tiere. Diese waren rücksichtslos und zertrampelten die kleinen jungen Bäumchen, rissen Blumen aus, obwohl sie die nicht einmal für einen Blumenstrauß verwendeten und ließen ihren Müll im Wald herumliegen.
Die Tiere und Fridolin beobachteten ein Kind mit seinem Vater. Der Vater des Kindes benahm sich ebenso rücksichtlos wie die anderen Menschen, die zuvor den Wald der Tiere betreten hatten. Er trampelte über kleine Bäumchen und riss Blumen aus. Das Kind aber hüpfte über die Bäume hinweg und riss keine einzigen Blumen aus. Das Mädchen fragte ihren Vater: „Können wir bitte, bitte Verstecken spielen?‘‘ Der Vater antwortete: „Ja Kind, das können wir gerne machen.‘‘ Das kleine Mädchen versteckte sich und ihr Vater zählte bis zehn. Im Wald kannte sich das Mädchen nicht so gut aus, also irrte es kreuz und quer herum. Dem Vater ging es nicht viel besser als seiner kleinen Tochter. Als er das Mädchen zu suchen begann, hatte er die Orientierung zwischen den vielen Bäumen verloren. Das Mädchen lief immer tiefer in den Wald, bis es merkte, dass es sich verirrt hatte. Der Vater konnte, seine Tochter nicht mehr finden. Alle Rufe der beiden blieben vergebens. Er machte sich riesige Sorgen und war den Tränen nahe. Das alles hatten die vier Freunde beobachtet. Sie hatten Mitleid mit dem Vater und seiner Tochter. Obwohl der Vater es nicht verdiente, dass man ihm half, beschlossen der Waldgeist Fridolin und seine drei Gefährten, ihnen zu helfen. Sie dachten nicht mehr daran, dass der Vater des Mädchens dem schönen Wald Schaden zugefügt hatte.
Langsam gingen die Tiere Hansi, Sissi, Franz und der Waldgeist zu dem Mädchen. Als das Mädchen die Freunde sah erschrak es sehr und wollte anfangen laut zu schreien. Aber der Waldgeist sagte zu dem Mädchen: „Hab keine Angst, wir wollen dir helfen und führen dich zu deiner Familie zurück.‘‘ Das Mädchen antwortete schüchtern: „Ja bitte, dass wollt ihr für mich tun?“ Der Waldgeist Fridolin nahm das erschöpfte Mädchen an der Hand und führte es zu seinem verzweifelt umherirrenden Vater. Auf dem Weg kamen sie an den zertrampelten Bäumchen vorbei. Das Mädchen fragte mit leiser Stimme: „Was ist denn hier geschehen?“ Fridolin erklärte dem Mädchen: „Die Menschen kommen rücksichtslos in den Wald, trampeln auf den jungen Bäumchen herum, hinterlassen ihren Müll und reißen die schönen Blumen achtlos aus.“ Das Mädchen staunte, und ihre Gedanken waren klar. Sie antwortete: „So etwas darf nie wieder passieren, ich verspreche euch, dass ich etwas dagegen unternehmen werde!“
Plötzlich waren die vier Gefährten mit dem Mädchen auf einer Lichtung im Wald angekommen. Von dort konnten sie den suchenden Vater des Mädchens sehen. Fridolin hielt an und sagte zu dem Mädchen: „So, nun müssen wir dich verlassen, geh nun zu deinem Vater und geht gemeinsam der Lichtung entlang aus dem Wald!“ Das Mädchen umarmte Fridolin, Hansi, Sissi und Franz und bedankte sich bei ihnen. Die Tiere und Fridolin wünschten dem Mädchen noch alles Gute und verschwanden im Dickicht des Waldes. Als der Vater seine Tochter sah, flossen ihm die Tränen aus den Augen. Sie fielen sich in die Arme und drückten sich vor Freude. Der Vater war überglücklich, seine Tochter wieder in den Armen halten zu können.
Sie erzählte ihm, was sie erlebt hatte und ihr Vater konnte ihr kaum glauben. Sie erzählte ihm auch das Leid, welches die Menschen dem Wald und den Lebewesen des Waldes zufügen. Plötzlich wurde dem Mann bewusst, dass auch er zu diesem Leid beigetragen hat. Er versprach seiner Tochter, nie mehr wieder den Wald zu verwüsten. Sie war sehr glücklich über diese Worte ihres Vaters und die beiden gingen aus dem Wald nach Hause.
Die vier Freunde konnten so noch glücklich in ihrem geliebten Wald leben und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

(Lilly, 11)

Weitere Abenteuer mit dem Waldgeist und seinen Freunden können mit dem Materialpaket "Wer fängt den Waldgeist?" mit Kartenspiel und WImmelbild-Poster erlebt werden.

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