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Wintertourismus mit Rücksicht auf die Natur

Viele Landschaften und Berge sind derzeit in ein strahlend weißes Winterkleid gehüllt. Gerade in einer Zeit, in der wir im Alltag starke Einschränkungen erleben, sehnen wir uns nach Bewegung an der frischen Luft. Ob Skifahren, Skitouren Schneeschuhwanderungen, Langlaufen oder Rodeln – die Natur lockt mit vielfältigen sportlichen Möglichkeiten! Für einen harmonischen Winterausflug ist jedoch auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur wichtig.

Denn der winterliche Wald ist viel mehr als nur ein Freizeitparadies: Auch in der kalten Jahreszeit erfüllt das Ökosystem vielfältige Funktionen für die Gesellschaft, wie etwa den Schutz vor Lawinen und anderen Naturgefahren.
Zudem ist der Wald Lebensraum für zahlreiche Tiere wie Rehe, Hirsche oder Gamswild, die den Winter über nicht schlafen, sondern weiterhin aktiv sind. Als Pflanzenfresser ist das winterliche Nahrungsangebot für sie jedoch eher mager, weshalb diese Wildtiere im Winter hauptsächlich von Energiereserven leben, die sie während der warmen Jahreszeit angefuttert haben. Um sparsam mit diesen wertvollen Fettdepots umzugehen, fahren die Tiere ihren Kreislauf auf ein Minimum herunter. Werden sie aber im Einstand von uns Menschen gestört, flüchten die Tiere und müssen dafür ihren Stoffwechsel ankurbeln. Dieser erhöhte Energieverbrauch bedeutet körperlichen Stress und bei Überforderung auch Lebensgefahr für Rehe, Hirsche und Gämsen. Wenn Wild von Futterstellen in den Wald flüchtet, nimmt es häufig die Rinde oder die Triebe von Bäumen als Nahrung auf. Dadurch kommt es oft zu Schäden an Bäumen, die dazu führen, dass der Wald viele seiner Wirkungen – etwa als Schutz vor Naturgefahren – nicht mehr erfüllen kann. Ruhe ist für die Wildtiere im Winter daher ganz besonders wichtig.
Unter der Schneedecke sind außerdem oft junge, empfindliche Bäumchen verborgen, die dafür sorgen, dass Wälder auch in Zukunft bestehen bleiben. Durch die scharfen Kanten von Skiern oder anderen Wintersportgeräten können die Jungpflanzen jedoch unabsichtlich beschädigt werden.

Die Themen Schutzwald, Freizeitnutzung und Wildtiere im Wald können beispielsweise mit der Filmreihe „Schutz vor Naturgefahren“ oder dem Lernszenario „Tipps vom Kniggs im Wald“ im Unterricht eingebaut werden.

Damit dem Spaß nichts im Wege steht, sollten achtsame Wintersportler die nachfolgende Handvoll Regeln für Fair Play im Winterwald beachten:

  • Der Wald ist Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen – Rücksicht bei Waldbesuchen ist angewandter Naturschutz.
  • Winter im Wald bedeutet in vielen Regionen Holzerntezeit – auf Hinweistafeln zu achten sorgt für ein sicheres Miteinander und ermöglicht eine nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz.
  • Wälder im steilen Gelände schützen Menschen und Infrastruktur – wer auf markierten Wegen und Routen bleibt, schützt sich und andere.
  • Ruhezonen und Fütterungskonzepte sind im Winter überlebenswichtig für Wildtiere – mit verantwortungsvollem Verhalten und Meiden von Ruhe- und Fütterungsflächen helfen wir den Tieren gut durch den Winter zu kommen.
  • Junge Pflanzen sind im Winter oft knapp unter der Schneedecke verborgen – wer sich auf ausgewiesenen Routen bewegt, sichert den Wald der Zukunft.

Mehr dazu:

https://landforstbetriebe.at/meta/presse/2020-12-15-pa-walddialog/

https://www.respektieredeinegrenzen.at/

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