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…findet man in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft nur an ganz bestimmten Plätzen.

Wo immer wir Menschen leben, wird auch Land genutzt. Noch existierende Urwälder stehen daher meist unter strengem Schutz. Im Gegensatz zum Wirtschaftswald, der zur nachhaltigen Holzgewinnung genutzt wird, definiert man jene Waldstücke als Urwälder, die nachweislich seit der Wiederbewaldung nach der letzten Eiszeit nicht von Menschen bewirtschaftet wurden.

Auch in Österreich stehen die letzten Urwälder unter strengem Schutz, damit sie wertvolle Plätze für ihre besonderen Arten sein können. Sie liefern auch wichtige Erkenntnisse über Vorgänge und Dynamiken natürlicher Ökosysteme für die Wissenschaft.

Der größte Urwald Österreichs ist der in Niederösterreich gelegene Rothwald.  Er ist Teil des seit 2002 dauerhaft geschützten Wildnisgebietes Dürrenstein. Mit dem Neuwald am Lahnsattel und dem Urwald Dobra im Waldviertel werden zwei weitere, kleinere Urwälder in Österreich bewahrt. Daneben existieren mehrere unberührte Kleinstandorte, die als Urwaldreste bezeichnet werden können.

Den Schutz dieser Naturschätze regelt meist die Weltnaturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources). Wildnisgebiete fallen in die strengste Schutzkategorie nach IUCN: Besucher*innen dürfen nur im Rahmen von Führungen in die geschützte Zone. Hier dürfen natürliche Prozesse ihren Lauf nehmen, dazu gehört auch das Absterben größerer Waldbestände durch Schadinsekten, Stürme und andere Ereignisse. Solche Dynamiken finden im Wirtschaftswald nicht statt, da die Erfüllung der vielen verschiedenen Waldfunktionen in diesen für die Gesellschaft – unter anderem der Schutz vor Naturgefahren, die Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe wie auch erholsame Spaziergänge im Wald – besonders wichtig ist.

Zusätzlich zu den auf internationaler Ebene geregelten Schutzgebieten der IUCN, zu denen übrigens auch Nationalparks zählen, können Wälder auch in einem österreichischen Vertragsmodell als Naturwaldreservat ausgewiesen werden und außer Nutzung gestellt werden. Seit 1995 wurde von Waldbesitzer*innen eine Fläche von mehr als 8.000 Hektar freiwillig für dieses Naturschutzprogramm zur Verfügung gestellt.

Wie man sich auch außerhalb dieser geschützten Gebiete für selten gewordenen Tierarten einsetzen kann, beschreibt zum Beispiel die Broschüre Aktiv für Eulen.

 

Weiter Infos:

https://www.kalkalpen.at/de/Urwald

http://www.naturwaldreservate.at/index.php/de/

https://www.wildnisgebiet.at/

https://www.iucn.org/

(Text: Valerie Findeis/WALD trifft SCHULE)

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