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Österreichs Landschaft ist vielfältig und hat etwas für jede*n Naturliebhaber*in zu bieten. Auf steilen Hängen, an Wildbächen und Flussläufen sind jedoch Ereignisse wie Lawinen, Rutschungen, Steinschlag, Muren und Hochwasser oft ganz natürlich vorprogrammiert.

Mit der vom Alpenmassiv geprägten Topografie Österreichs kommt daher dem Schutz vor Naturgefahren eine besondere Rolle zu. Neben technischen Schutzmaßnahmen, zu denen beispielsweise Steinschlagnetze, Lawinengalerien oder auch Wildbachsperren zählen, werden wir Menschen, unsere Häuser, Straßen und andere Einrichtungen auch durch die vielfältigen Wirkungen des Waldes vor Naturkatastrophen geschützt.

Wald schützt auf vielfältige Weise

Eine der wichtigsten Eigenschaften des Waldes in dieser Hinsicht ist sein positiver Einfluss auf den Wasserhaushalt: Durch die Durchwurzelung und den Wasserverbrauch der Bäume kann der Boden bei Starkregen mehr Wasser aufnehmen, wodurch das Risiko für Überschwemmungen verringert wird. Auch die Kronen der Bäume fangen große Niederschlagsmengen auf. Dadurch wird beispielsweise auch ein ungünstiger Schneedeckenaufbau verhindert und die Gefahr einer Lawine reduziert. Herabfallende Felsbrocken und Steine können von Waldbeständen ebenfalls aufgehalten werden, zudem festigen Baumwurzeln rutschgefährdete Hänge. 

Schutzwälder sind laut Österreichischem Forstgesetz jene Wälder, die uns Menschen und unsere Infrastruktur schützen und als Objektschutzwälder bezeichnet werden.  Es gibt aber auch solche, die ihren eigenen Standort schützen, beispielsweise auf besonders erosionsgefährdeten oder rutschgefährdeten Böden, die ohne Bewaldung bald von Wind und Wasser abgetragen würden. Solche Schutzwälder werden als Standortschutzwälder bezeichnet.

Schutzwaldpflege vor Herausforderungen

Damit die Schutzwirkung nachhaltig sichergestellt werden kann, bedarf der Wald oft einer besonderen Behandlung. Denn nicht jede Baumartenzusammensetzung, Bestandesdichte usw.  ist für die Erfüllung der Schutzfunktion geeignet. Die Pflege und vor allem die Verjüngung von Schutzwäldern gestalten sich dabei durch Wildeinfluss, häufig schwer zugängliche Lagen und finanzielle Fragen als Herausforderung für die Waldbewirtschafter*innen.

Zudem bergen aktuelle Entwicklungen Risiken für die Sicherstellung der Schutzwirkung: So ist im Zuge des Klimawandels mit vermehrten Schadereignissen wie Stürmen oder Waldbränden zu rechnen, die Schutzwaldbestände flächig zerstören können. Auch die zunehmende Freizeitnutzung des Waldes kann eine Herausforderung für die Erhaltung der Schutzwirkung darstellen.

Aktionsprogramm für zukunftsfitten Schutzwald

Um diese Herausforderungen zu meistern und den österreichischen Schutzwald fit für die Zukunft zu machen, wurde im Jahr 2019 das Aktionsprogramm „Schutzwald“ vom zuständigen Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus ins Leben gerufen. Unter Einbindung aller Akteur*innen werden eine Vielzahl an Maßnahmen für die nachhaltige Erhaltung und Verbesserung der Schutzfunktion unserer Wälder gesetzt.

Mit spannenden Informationen rund um den Schutzwald und das Aktionsprogramm eignen sich die Broschüre „Wald schützt uns!“ und der darauf abgestimmte Kurzfilm besonders für eine multimediale Aufbereitung des Themas im Schulunterricht! 
(Text: Valerie Findeis/WALD trifft SCHULE)

Quellen und weitere Informationen:

www.schutzwald.at

www.naturgefahren.at 

Aktionsprogramm Schutzwald- Wald schützt uns!

Wald schützt uns! (Film)

 

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