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Frühlingserwachen im Wald

Die Vögel zwitschern wieder, der Schnee schmilzt und langsam regt sich die Natur nach einem langen Winter mit neuem Leben.

Bevor die neuen Blätter der Laubbäume austreiben, nutzen einige Pflanzen das Licht, das nun auf den Waldboden fällt. Frühblüher, wie Schneeglöckchen, Veilchen, Krokus oder Schneerosen haben im Herbst Nährstoffe in ihren Wurzeln oder Zwiebeln eingelagert, mit deren Hilfe sie im Frühjahr schnell aus dem Boden sprießen. Sie müssen sich beeilen: Von der Blüte über die Befruchtung bis hin zur Ausbildung von Samen muss alles erledigt sein, bis das kurze Zeitfenster vor dem Blattaustrieb der Bäume geschlossen ist und die Bodenpflanzen kein Licht mehr für die Photosynthese haben.

Denn Bäume brauchen etwas länger, um aus ihrem Wintermodus zu kommen. Um sich im Winter vor frostigen Temperaturen zu schützen, lagern sie im Herbst Zucker in ihrem Zellsaft ein. Mit diesem „Frostschutzmittel“ setzen sie den Gefrierpunkt herunter und vermeiden, dass ihre „Leitungen“ beschädigt werden. Da es auch im Frühling noch zu Frost kommen kann, beginnen der Abbau der Einlagerungen im Zellsaft und damit der Laubaustrieb der Bäume erst etwas später. Der Prozess wird jedoch nicht nur von der Temperatur gesteuert, sondern auch von den täglichen Lichtstunden. Wann der Blattaustrieb einsetzt, hängt außerdem von der Art und der Region ab.

Auch die Tierwelt erwacht mit dem Frühling. Siebenschläfer, Igel und Murmeltiere haben im Herbst ihren Stoffwechsel und sogar ihre Körpertemperatur heruntergefahren, um Energie zu sparen. Nachdem sie den Winter verschlafen haben,  werden sie nun langsam wieder aktiv.

Andere Waldbewohner, wie Dachse, Eichhörnchen oder auch Braunbären, haben stattdessen Winterruhe gehalten. Das bedeutet, sie sind zwischendurch immer wieder aufgewacht und haben von ihren Futterdepots gefressen. Da Tiere in der Winterruhe nicht ihre Körpertemperatur herabsetzen, fällt ihnen auch das Aufwachen im Frühling leichter.

Während Säugetiere ihre Körpertemperatur selbstständig erhalten können, sind Wechselblüter wie Schlangen, Salamander und Frösche von der Außentemperatur abhängig. Sobald es zu kalt wird, verfallen diese Tiere in Winterstarre, fahren ihre Lebensfunktionen auf ein Minimum herunter und können sich nicht einmal bewegen. Auch Insekten überwintern so. Ein Erwachen aus der Kältestarre ist erst möglich, sobald die Temperaturen wieder steigen. Da die Tiere in diesem Zustand eine leichte Beute für Fressfeinde sind, ist es wichtig, ein sicheres Versteck aufzusuchen, bevor die Starre einsetzt.

Mehr zu den Überlebensstrategien verschiedener Arten findet sich beispielsweise in den Unterlagen „Säugetiere“ oder den Biodiversitätssteckbriefen.

(Text: Valerie Findeis | WALD trifft SCHULE)

Weitere Infos: 

https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/baeume-und-waldpflanzen/pflanzenoekologie/rueckkehr-der-farben 

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