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Der Zeck im Porträt

Sommerliche Waldspaziergänge bringen nicht nur gute Laune und Bewegung an der frischen Luft, sondern oft auch unliebsame Begleiter, die man unbemerkt mit nach Hause nimmt.

Zecken, die winzig kleinen Spinnentiere, leben am Waldboden, im Gras oder auf Sträuchern - wenn sie nicht gerade auf einem Wirt, meist einem wildlebenden Säugetier, Blut saugen.

Ein Zeckenbiss ist nicht nur unangenehm, er kann auch gesundheitliche Folgen haben, denn die Tiere sind Überträger von Krankheiten. FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine Gehirnhautentzündung, wird durch ein Virus ausgelöst, das von Tieren wie Mäusen, Füchsen, Hasen oder Rehen, aber auch Nutztieren oder Hunden, durch Zeckenbisse auch auf den Menschen weiterverbreitet werden kann. Zum Glück gibt es einen wirksamen Impfstoff gegen die Krankheit, die bei schweren Verläufen bleibende Lähmungen und Nervenschäden hervorrufen kann. Auch die bakterielle Krankheit Borreliose, gegen die es jedoch keine Impfung gibt, wird von Zecken übertragen.

Während wir Menschen die kleinen Spinnentiere hauptsächlich dann bemerken, wenn sie uns beißen, stellen diese „Mahlzeiten“ nur einen kleinen Teil des Zeckenlebens dar. Die längste Zeit verbringen die Blutsauger nämlich gut verborgen am Boden von Wald und Wiese. Einmal aus dem Ei geschlüpft sind die Larven der Schildzecken, er bei uns häufigsten Zeckenfamilie gerade einmal einen halben Millimeter groß und haben nur sechs Beine.  Schon in diesem Stadium befallen die Zeckenlarven Kleinsäuger und saugen ihr Blut, da sie sich von darin enthaltenen Proteinen ernähren. Ist die Larve satt, lässt sie von ihrem Wirt ab und beginnt, sich zu häuten. Das zweite Lebensstadium der Zecken nennt man Nymphen. Sie sind etwas größer und haben bereits 8 Beine, jedoch noch keine Geschlechtsmerkmale. Nachdem auch die Nymphe Blut gesaugt hat, entwickelt sie sich schließlich zu einer erwachsenen Zecke weiter. Weibliche Zecken sind dabei deutlich größer als männliche, und das ist kein Wunder, müssen sie doch in ihrem Körper bis zu 3.000 Eier produzieren! Dazu nehmen sie ein Hundertfaches ihres Körpergewichts an Blut zu sich und lassen freiwillig erst von ihrem Wirt ab, wenn sie wie wirklich vollgesogen sind. Nach der Eiablage sterben die Weibchen ab. Bis dahin haben die Spinnentiere jedoch bereits bis zu 5 Jahre gelebt.

Wie aber schützt man sich am besten vor den Blutsaugern des Waldes? Die beste Prophylaxe gegen die Krankheit FSME ist die schon erwähnte Zeckenimpfung, die regelmäßig zu wiederholen ist. Nach einem Waldspaziergang in der warmen Jahreszeit ist es außerdem ratsam, den Körper nach Zecken abzusuchen. Vorbeugen kann man Zeckenbisse z.B. durch lange Hosen und helle Kleidung, auf denen die Tiere schneller erkennbar sind, oder indem man ihre bevorzugten Aufenthaltsorte – hohes Gras, Laubstreu und Gebüsch – meidet.

Mehr dazu:

https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Fr%C3%BChsommer-Meningoenzephalitis-(FSME).html

https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/freizeit-und-erholung/was-sie-ueber-zecken-wissen-sollten

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